Dank Pumpen von ZUWA-Zumpe sicher durch die Meeresbrandung

Weiße Gischt schwappt über die Reling. Schwimmende Eismassen ragen spitz aus dem Meer. Die FS FALKOR kämpft sich durch den Wellengang des Atlantiks. Der Sturm hält das Schiff umklammert. Immer wieder kämpft die FALKOR gegen die See und bahnt sich einen Weg nach vorne. Die Maschinen laufen auf Hochtouren. Das Forschungsschiff ermöglicht Wissenschaftlern an Bord die Nutzung neuer Technologien und Pionierarbeit in der Meeresforschung. Die tagtägliche Arbeit, die Fortbewegung des Schiffes wird durch ein gerade mal 10 kg schweres Spitzenprodukt aus dem Berchtesgadener Land gewährleistet: Die Impellerpumpe von ZUWA. Eine Pumpe, die den rauen Umgebungsbedingungen auf hoher See standhält und von der Crew für den Transport von Schmieröl und Kühlmittel genutzt wird. 

Weltweiter Marktführer

Nicht nur bei Schiffen und Yachten nutzen die Menschen die Qualitätsprodukte von ZUWA, die Pumpen sind vielfältig einsetzbar. In Freizeitparks, für Elektroboote mit Kurbelspritzen. Pumpen, die den Transport des Lösungsmittels einer Digitaldruckermaschine fördern oder eine Pumpe zur Gewinnung regional hergestellten Mostes aus der Obstpresse. Selbst die weißen Markierungslinien eines Fußballfeldes werden mithilfe eines Produktes aus dem Hause ZUWA auf dem Rasen angebracht. Die Feuerwehr schätzt den Einsatz der Flachsaugtechnik, die im Gegensatz zu Tauchpumpen für ein komplettes Abpumpen des Wassers bei überschwemmten Kellern sorgt. Der Einsatz der Impellerpumpen ist breit. Von der Pharmazie bis ins Handwerk, die Fertigungsindustrie und den Transport. 

Klein und mit Handarbeit fing alles an

1946 gründete das Ehepaar Zumpe die Firma in Laufen und produzierte Pumpen und Spritzgeräte für die Landwirtschaft. ZUWA wurde eine Marke, die auch heute in der Landwirtschaft und im Gartenbau noch hoch im Kurs steht. Dabei waren die Zeiten nicht immer rosig. Das Unternehmen stand in den 90ern mit lediglich fünf Mitarbeitern kurz vor dem Aus. Petra Wimmer geb. Zumpe, wohnte zu diesem Zeitpunkt mit Ihrem Mann Helmut in Rosenheim. Beide arbeiteten in branchenfremden Berufen, hatten Haus und Lebensmittelpunkt in der Stadt. Es war eine schwere Entscheidung, das Maschinenbauunternehmen weiterzuführen. Eine Entscheidung, die beide Mut kostete. Alles aufgeben und zurück ins Berchtesgadener Land, wo immerhin die Alpen näherlagen. Jetzt, fast 20 Jahre nach diesem Umbruch, strahlen beide. Petra mit ihren blonden Haaren steht hinter dieser Entscheidung. Die zierliche Frau weiß was Arbeit bedeutet und packt mit an. Ihr Mann Helmut ist der Treiber. Ein umtriebiger. Der Mann im Anzug mit kräftigem Händedruck wirkt ruhig und besonnen, aber sobald er zu reden beginnt, sprudelt er vor Energie. Er brennt für sein Unternehmen. Für Ideen. Er setzt sich mit Haut und Haar dafür ein. Tüftelt und holt das Beste aus seinen Produkten heraus. Man merkt, wie viel Arbeit und Energie er hineinsteckt. Die Messen sind und bleiben sein Ding. Die dortigen Besucher sieht er nicht als Geldgeber, sondern als kritische Kunden seiner Pumpen. Er hört ihnen zu, den Kunden, und zwar ganz genau. Was brauchen die Menschen, wie soll das Produkt sein. Helmut lässt sie reden, nimmt jedes Wort aufmerksam mit heim und macht sich an die Arbeit, um genau so eine Pumpe herzustellen, die den Anforderungen entspricht.   

Wachstum und Qualität

Nicht einmal zehn Jahre nach Übernahme der Firma wird diese mit einer neuen Lagerhalle erweitert, die bald aus allen Nähten platzt. Die Kartons, Schläuche, Räder, Schrauber stapeln sich bis unter das Dach. Jeder Zentimeter wird genutzt. Verschwendet wird hier nichts. Firmensitz ist immer noch das Wohnhaus indem alles startete. Im ersten Stock, im ehemaligen Wohnzimmer, stehen nun Schreibtische auf dem Parkett. Hier arbeitet der Vertrieb. Heimelig sieht es aus. Trotz der Arbeitsatmosphäre sieht man förmlich das Ehepaar Zumpe vor sich wie sie hier in den 60er Jahren auf der Couch saßen und schwarz-weiße Bilder über den Fernseher flackerten. Durch eine bodenlange Fensterfront blickt man nun hinaus auf das Wohngebiet, dass in den Jahren immer engere Kreise um die Firma ZUWA-Zumpe zog. Das Gymnasium und die AWO sind in unmittelbarer Nähe. Das Ehepaar Wimmer wohnt nicht weit weg. Helmut und Petra gehen jeden Tag zu Fuß in die Arbeit. Beide lieben diese täglichen Spaziergänge an der frischen Luft und in der Natur. Dabei kommt man zur Ruhe, so die beiden. Innerlich jedoch brodelt es in Helmut und seine Gedanken kreisen um die Pumpen. Er lächelt. Die Übergabe an die Kinder steht an. ZUWA-Zumpe geht in die dritte Generation und ist auch nach mehr als 70 Jahren noch ein familiengeführtes Unternehmen ohne fremde Beteiligung. 

Schritte in die Zukunft Digitalisierung 4.0

Die Digitalisierung hält Einzug. Für die innovative Idee eines Onlineshops mit 3D-Stücklistenerstellung wurde ZUWA-Zumpe im November 2017 mit dem Förderbescheid „Digitalbonus Plus“ ausgezeichnet. Unterstützt wurde das Unternehmen beim Förderantrag durch den Wirtschaftsservice Berchtesgadener Land. Die begehrte Förderung ist mit 50.000 Euro dotiert und wird bayernweit nur an die innovativsten Unternehmen vergeben. Helmut Wimmer schmunzelt, seine Freude ist groß, als er den Scheck von der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner entgegennimmt. Ans Ausruhen denkt er jedoch noch lange nicht. Er fühlt sich fit, die Bewegung in der Natur und die Nähe zu den Alpen tun ihm gut. Die Flamme für die Impellerpumpe lodert in ihm. Das Feuer ist noch lange nicht erloschen. In Helmut Wimmers Kopf schwirren schon die nächsten Ideen.

 

Quelle WFG/Sabrina Moriggl